Fruehling auf dem Berg der Wahrheit

Derzeit halte ich mich auf einer Konferenz in Monte Verita auf. Ich bin im Tessin, und es ist herrlich. Knapp drei Stunden in dem Zug gesessen, durch die schneebedeckten Alpen gefahren, ausgestiegen und: Sonne, 15 Grad und Palmen, nur die weissen Berggipfel um Ascona herum erinnern noch an den Winter. Zu schade nur, dass ich den ganzen Tag in dem duesteren Vortragsraum sitzen und Vortraegen lauschen muss.
Monte Verita ist eigentlich kein Berg, nur ein 321m hoher Huegel, aber als die Ur-Hippies ihn 1900 “bestiegen”, hatten sie sich halt vorgenommen wahrhaftig zu leben, deswegen Monte Verita .
Hermann Hesse hat sich hier wohl 1907 einer längeren Alkoholentziehungskur unterzogen. Ihm scheint es gefallen zu haben, denn zahlreiche späte Erzählungen von Hesse handeln auf dem magischen Berg im Tessin.

»Manche Jahre hatte Doktor Knölge die Zeit des Frühlings und Frühsommers in einer der vielen freundlichen Vegetarierpensionen am Lago Maggiore hingebracht. Er hatte vielerlei Menschen an diesen Orten kennengelernt und sich an manches gewöhnt, an Barfussgehen und langhaarige Apostel, an Fanatiker des Fastens und an vegetarische Gourmands. Da gab es Vegetarier, Vegetarianer, Vegetabilisten, Rohkostler, Frugivoren und Gemischtkostler«

Hermann Hesse: Weltverbesserer

So, das Office mit Internetanschluss schliesst jeden Moment. Fotos folgen…
und hier gibt`s auf die Schnelle noch ein wenig mehr Info:
http://www.emmet.de/hb_veri.htm
http://www.upd.unibe.ch/research/symposien/HA11/monteverita.html

Ein Kommentare zu diesem Beitrag.

  1. century chevrolet sagt:

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