Die Oper in Wien

Nichts ahnend auf dem Weg zu einem Internetcafe, hatte ich mich am Samstag noch entschlossen einen Blick auf die Wiener Staatsoper zu werfen. Es war ca. 18:15 und ich beobachtete ein reges rein und raus gehen. Da dachte ich mir, wenn die Türen schon offen sind,wirfst du auch mal einen Blick hinein…

Auf den Treppen wurden Tickets kontrolliert, so wandte ich mich nach links und kam an die Kasse. Diese war offen und es wurden noch fleissig Tickets verkauft. Ich las irgendwas von 2,- EUR und hab das irgendwie nicht verstanden, erwartete ich doch einen etwas “angemesseneren“ Preis für einen Besuch in der Wiener Staatsoper.

Verwirrt wandte ich mich an einen der Ordner, der mir erklärte, es handele sich um Stehplätze und wenn ich auch eine Karte wolle, solle ich mich hinten anstellen. Ich wollte noch wissen, was lief und Carmen war seine Antwort. Klar wollte ich und begab mich hinter die meiner Meinung nach letzte Person in der kurzen Schlange, direkt an der Kasse.

Sofort kam ein anderer Ordner und wollte wissen, ob er der “DAME“ irgendwie helfen könne. Ich war erneut verwirrt und antwortete, dass es nicht nötig sei, ich hätte ja schon seinen Kollegen interviewt… Da fiel mein Blick auf die tatsächliche Schlange und ich begriff sofort, was er meinte…In dem Gang links neben der Kasse standen noch ca. 100 Menschen für ein Ticket an und der Ordner war auch nicht mit seiner Erfahrung und daraus zu erwartenden Abschätzung der Lage, ob sich das Anstellen nun noch lohne oder nicht weiterhelfen.

Kurz und gut, ich stellte mich an, hatte meine FlippFloppers zum Glück im Hotel gelassen, ergatterte ein Ticket und war drin. Im zweiten Teil der Vorstellung überliess mir noch ein Dauergast seine Sitzplatzkarte, so dass ich Musik und Schauspiel richtig geniessen konnte.
An dieser Stelle nochmals Vielen Dank!

Den Bonus von meinem Flug habe ich in Sekt, Lachs- und Krabbenhäppchen umgesetzt und in der zweiten Pause noch eine Bekanntschaft mit einem Operspezialisten aus Bosten gemacht. Er hat die 2,-EUR Ticketgeschichte nicht glauben können und erklärte mir, dass die Japaner sehr auf die Wiener Staatsoper abfahren.

Ich habe beschlossen in Zukunft häufiger Opern zu besuchen. Diese Orchestermusik life zu hören ist einfach ein wunderschönes Erlebnis, aber sitzen möchte ich schon, das erhöht den Genuss erheblich.

Ein paar Bilder meines Aufenthaltes in der Wiener Staatsoper.

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