Heute ist mir nach Konsum…
…und Kritik und komisch, da google ich nach “Konsumgesellschaft und Kritik” und finde auf die Schnelle kaum interessante Links, ohne direkt ganze Kapitel lesen zu müssen. Der für mich halbwegs brauchbare Kurz-Artikel kommt quasi “von der anderen Seite” und ist im Original im tagesanzeiger vom 05.06.2004 nachzulesen. Dort heisst es:
Papst Johannes Paul II. hat die Teilnehmenden des Katholischen Jugendtreffens in Bern vor den «Illusionen der Konsumgesellschaft» mit ihren «vergänglichen Vergnügungen» gewarnt. […]
«Steh auf!» appellierte der Papst in der BernArena an die Jungen, aufzustehen und sich von der Konsumgesellschaft nicht blenden zu lassen.[…]
Aber was ist eigentlich Konsumgesellschaft und was ist so schlecht daran? Naja, da hilft wie so oft nur die Wikipedia weiter:
Konsumgesellschaft ist die Marktwirtschaft und Wohlstandsgesellschaft, in der es keine Versorgungslücken mehr gibt und sich die allgemeine Verfügbarkeit ehemals exklusiver Güter vorteilhaft auswirkt. Beispiele sind […] das Unterlaufen von Informationsmonopolen durch PC, elektronische Medien und Internet. Eine Fülle an innovativen Produkten bieten eine riesige Auswahl und erleichtern das Leben. Es kommen täglich neue hinzu. Durch Konsum kann der Mensch sich selbst darstellen und von anderen differenzieren.
soweit so gut, wenn da nicht, ja wenn da nicht noch die
“Kritische Verwendung” wäre:
Der Begriff Konsumgesellschaft wird auch häufig als abschätzige Bezeichnung mancher Kritiker für einen Lebensstil breiter Bevölkerungsschichten verwendet, bei dem das Konsumieren von Waren und Dienstleistungen im Mittelpunkt steht und Eigeninitiative, solidarisches Handeln und Interagieren mit anderen Menschen verdrängt.
Eine Konsumgesellschaft beschränkt sich Kritikern zufolge nicht auf die Beschaffung notwendiger Güter, sondern trachtet danach, das Konsumieren zum Erlebnis zu machen. Während es zunehmend schwieriger wird, Gebrauchsartikel abseits der Massenware zu finden, locken Handel und Industrie mit „Einkaufserlebnissen“ in Form von Berieselungsmusik, längeren Öffnungszeiten und Einkaufszentren mit Parkplatz und Kinderbetreuung. Die Freizeit wird ebenfalls mit standardisierten und berechenbaren Erlebnissen ausgefüllt, etwa mit Besuchen in „Erlebnisparks“ oder mit Grenzerfahrungen beim „Bungee-Jumping“. Eine Auslandsreise reduziert sich auf einen Aufenthalt in einem Ferienclub, in dem man sich „animieren“ lässt anstatt außerhalb des eingezäunten Geländes auf Entdeckungsreise zu gehen. Die Fremdenverkehrsgemeinden vermarkten Landschaft und Tradition, und selbst das Verweilen am Meeresstrand wird zum Konsumartikel, für den man Eintritt zahlen muss…
…wünsche fröhliches KONSUMIEREN!
