Open Source Jahrbuch

OS-Jahrbuch 2006Gestern beim Mittagessen brachte mein Cheffe tatsächlich das Thema Open Source auf den Tisch. Er konnte sich nicht vorstellen, wie ein gutes Produkt (Software) entstehen kann, wenn so viele daran rumfummeln ohne einen finanziellen Nutzen daraus zu ziehen. Arbeiten die alle umsonst? Gibt es da niemanden, der Geld damit verdient? Und wen kann man haftbar machen, wenn die Software Schaden auf der Platte anrichtet? Und die wirklich typische Frage bei diesem Thema: Wie kann denn etwas, das nichts kostet, eben so gut oder besser sein, wie ein ähnliches Produkt, für das ich bezahlt habe? Am Ende wollte er noch wissen, wie es wohl aussehende würde, wenn wir eine sehr komplizierte Maschine auf open-source Basis bauen wollten…
So viele Fragen und bei so einem Mittagessen hat man ja zwischen dem Kauen und Schlucken so wenig Zeit. Mir fielen tausend Antworten und Erklärungen ein, aber irgendwie hatte ich nicht den Eindruck 100%ig überzeugen zu können.

Da hilft nur eins: Klüger werden.
Einen guten Ansatz dafür bietet sicher das Open Source Jahrbuch 2006. Es ist vor etwas mehr als einer Woche online erschienen; ich habe mal reingelesen und denke, am Montag werde ich ihm ein paar ausgewählte Artikel schicken.

Naja, ich freue mich auf jeden Fall, anscheinend in meinem Arbeitsumfeld erreicht zu haben, dass der ein oder andere sich mal Gedanken darüber macht. Ich setze meist beim freien Zugang zu freiem Wissen an und Wikipedia finden sie auch alle toll. Aber was sie dort dann über ihr Fachgebiet lesen, befriedigt sie nicht.
Ich sag dann nur: Dann ändere es doch, ist ein Wiki.
Dabei bleibt es dann aber leider meist, denn uns nutzen ja nur peer-reviewed Journale mit möglichst hohem Impact Faktor.
Ich habe es sogar schon einmal geschafft, etwas zu veröffentlichen, das ich vor mir selbst geheim halten konnte, denn unsere Uni hatte für den Zugriff nicht bezahlt. Lustig was? Nein wohl eher traurig, muss mich mehr mit Open Access befassen!

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